Geballtes Fachwissen in der Stadthalle
Langen war für zwei Tage das Zentrum der hessischen Standesbeamten. Etwa 300 von ihnen tauschten auf der Landesfachtagung in der Stadthalle Erfahrungen aus. Fachberater, Ehrengäste und Dozenten unterstrichen die Wertigkeit der Veranstaltung. Das Team des Langener Standesamtes hatte die Tagung professionell vorbereitet und die Teilnehmer sparten nicht mit Lob an der gelungenen Organisation. Damit die Gäste auch ein paar Eindrücke von der Stadt mit nach Hause nehmen konnten, gab es ein Begleitprogramm mit Stadtführung und Besuchen bei der Deutsche Flugsicherung und beim Paul Ehrlich-Institut.
Bürgermeister Dieter Pitthan stimmte mit einem Kurzfilm über Langen auf die Tagung ein. Auch Kreisbeigeordneter Carsten Müller begrüßte die Gäste. Harald Lemke, Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, informierte über das elektronische Personenstandsbuch, das in den Standesämtern eingeführt werden soll. Problematisch dabei sei die Verknüpfung der elektronischen Datenverarbeitung, weil es im Bund, den Ländern und den Kommunen unterschiedliche „Systemlandschaften“ gebe. Rolf Meireis, Leitender Ministerialrat im Hessischen Innenministerium, sprach zum Schwerpunktthema „Umsetzung der Personenstandsnovelle in Hessen“. Danach schloss sich ein Vortrag von Professor Helms von der Uni Marburg an, der sich der „missbräuchlichen Anerkennung von Vaterschaften und deren Folgewirkungen“ widmete. Ein hochwissenschaftlicher Beitrag zu einem aktuellen Thema.
Am zweiten Tag war die Technik gefragt. Die bisherigen Fachverfahren im Standesamt mit den klangvollen Namen „autista“ und „elvis“ wurden vorgestellt, erläutert und im neuen Gewand präsentiert. Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten die Standesbeamten in Arbeitsgruppen mit Fachleuten und erörterten Fälle aus der Praxis.